6. Forum Diakoniewissenschaft am 6. November 2009

„Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise auf Unternehmen der Sozialwirtschaft“

Krisenzeiten in der Wirtschaft sind für Nonprofit Organisationen in der Regel ein bis zwei Jahre später zu spüren. Einigen Entwicklungen hätte sich der sogenannte Dritte Sektor aber ohnehin stellen müssen. Dies machte Professor Dr. Helmut K. Anheier, Akademischer Direktor des Centrums für soziale Investitionen und Innovationen (Universität Heidelberg) und Dekan der Hertie School of Governance (Berlin) am Freitag beim 6. Forum Diakoniewissenschaft in Bielefeld deutlich.

In seinem Hauptvortrag am Institut für Diakoniewissenschaft und DiakonieManagement | IDM der Kirchlichen Hochschule Wuppertal/Bethel betonte er, dass neben den Herausforderungen auch viele Gestaltungsmöglichkeiten in der Krise lägen. Neben dem Niedergang einiger Organisationen werde es viel Raum für Sozial-Kreativität und Innovationen geben. Gemeinnützige Organisationen sollten in strategischen Planungen die Fragen zu ihrer Existenz, Funktion und Wirkung stellen. Diese gingen weit über Vermögenssicherung hinaus und müssten Werte und Mission der Unternehmen einbeziehen.

Gruppe (vlnr): Prof. Dr. Udo Krolzik, Dr. Ekkehard Thiesler, Prof. Dr. Helmut K. Anheier, Landespastorin Annegrethe Stoltenberg, Prof. Dr. MatthGruppe (vlnr): Prof. Dr. Udo Krolzik, Dr. Ekkehard Thiesler, Prof. Dr. Helmut K. Anheier, Landespastorin Annegrethe Stoltenberg, Prof. Dr. Matthias Benad

 

Prof. Dr. Helmut K. Anheier, Akademischer Direktor des Centrums für soziale Investitionen und Innovationen / CSI, Ruprecht-Karls-Universität Hei

Prof. Dr. Helmut K. Anheier, Akademischer Direktor des Centrums für soziale Investitionen und Innovationen / CSI, Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg

Weder Aktivismus noch „Nichts-Tun“ seien adäquate Antworten, sondern die Konzentration auf Programme, die die Mission beförderten.

In ihren Kommentaren gingen Landespastorin Annegrethe Stoltenberg, Leiterin des Diakonischen Werkes Hamburg und Vorsitzende der diakonischen Konferenz des diakonischen Rates des DW der Evangelischen Kirche in Deutschland, sowie Dr. Ekkehard Thiesler, Vorsitzender der KD-Bank eG (Dortmund), aus Sicht der praktischen diakonischen Arbeit und deren Finanzierung auf den Vortrag ein. Hier wurde unter anderem deutlich, dass Diakonie sich nicht nur auf gewinnbringende Handlungsfelder beschränken dürfe.

Anschließend bekamen die Studierenden des soeben abgeschlossenen Masterstudiengangs DiakonieManagement (Kurs 4) ihre Urkunden verliehen.   An dem traditionellen Forum nahmen rund hundert Fachleute und Interessierte aus dem ganzen Bundesgebiet teil.

Eine Ausstellungseröffnung mit Werken der drei Künstler Hans-Jürgen Hinz, Harald Moritz und Hans-Günter Vogel von der Kunstwerkstatt Eben-Ezer (Lemgo) wurde mit Begeisterung aufgenommen. Unter dem Titel „Vogel, Hinz und Moritz“ sind die Bilder werktags bis zum 19. Februar zu sehen.

An dem Institut für Diakoniewissenschaft und DiakonieManagement | werden Führungskräfte für Kirche und Diakonie ausgebildet. Sie können mit dem Master of Arts (M.A.) in DiakonieManagement und mit der Promotion (Dr. diaconiae) in Diakoniewissenschaft abschließen.

 

Downloads

» Presseinformationen zum 6. Forum Diakoniewissenschaft (Text und hochauflösende Bilder, zip)

» Vortrag Prof. Anheier

Institut für Diakoniewissenschaft und DiakonieManagement

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